just my life.

Who Iam?

Wohin soll die Nachtigall? Wohin soll ich? Da fehlt was, sagt mir mein Gefühl. Ich mal’ meine Sehnsucht, ich bin unterwegs - das ist noch nicht das Ziel!

—Konny

"Entweder ich schreibe ne gute Note oder ich hab ein geiles Wochenende." - ich hab mich für das geile Wochenende entschieden. Und ja das Wochenende war wirklich unfassbar gut. Die Klausur heute habe ich dezent verhauen, aber hey. Ich war glücklich, so verdammt glücklich. Und irgendwie ist mir glücklich sein wichtiger als ne gute Note, ich weiß eh nicht, was ich mit meinem Abitur soll und die Gefahr, dass ichs nicht bestehe, besteht eh nicht. Also, warum nicht glücklich sein? Jeder Augenblick den wir nicht leben wird verloren sein für immer. ALSO LOS! LEBT!

Schubladen denken. Jeder kennt es, jeder tut es - Ich hasse es. Wurde heute von der Polizei kontrolliert, vermutlich nur weil ich dreads habe und damit in der Schublade Kiffer stecke. Wer mich kennt, weiß wie absurd dieser Gedanke ist. Und trotzdem bin ich in dieser Schublade drin. Nur weil ich keine Tierprodukte esse, bin ich direkt ein Öko, der im Wald wohnt. Nur weil ich nicht so aussehe wie du, bin ich gleich ein Verbrecher. Nur weil ich eine mir nahe stehende weibliche Person umarme, bin ich gleich lesbisch. Ich hasse, hasse Schubladen denken und doch tu ichs selber. Aber nichts desto trotz sollte jeder versuchen das möglichst zu lassen - ich will nicht nochmal auf Drogen kontrolliert werden.

Gestern beim Konzert fiel es mir mal wieder auf.
Wenn du auf Konzerten bist, dann kannst du einfach nur zu hören, langsam mitwippen oder du kannst tanzen, mitsingen, egal ob du den Text gar nicht kennst, den gegenüber in die Arme nehmen oder gleich eine Kuschelwall machen, du kannst lachend vor der Bierdusche wegrennen und toben, damit das Konzert weitergeht. Und ja, dann macht es Spaß, dann bist du für einen Moment einfach nur glücklich! Und das ist für mich das Ziel im Leben, wo wir schon bei Leben sind, im Leben ists doch genauso. Du kannst einfach dein Leben an dir vorbeiziehen lassen und mitmachen, so wies halt gerade kommt, oder du kannst jeden Moment in vollen Zügen genießen und dein Leben in die Hand nehmen. Ich nehme mein Leben in die Hand und feiere jeden Augenblick und genau deswegen bin ich so glücklich, wie ich bin.

So viele Punkte auf der To-do-Liste und was tue ich? Nichts. Ich tue nichts Schönes, weil ich ja noch so viel zu tun habe, und das was ich zu tun habe, tue ich nicht, weils ja keinen Spaß macht. Aber es muss sein. Warte.. Muss es das? 

Gerade beim duschen lief “Hollywood Hills”. Unfreiwilig kamen mit diesem Lied auch Erinnerungen. Erinnerungen an die Zeit, die ich wohl “meine schwarze Zeit” nennen würde. Erstaunt habe ich festgestellt, wie lange das doch schon wieder her ist. Über 1 1/2 Jahre. Was damals mit mir los war? Das weiß ich heute gar nicht mehr so genau, das kann ich nicht mehr rekonstruieren. Ich war unglücklich, oder zumindest hab ich mir eingeredet, das ich das war. Ich habe viel zu viel nachgedacht und eigentlich mehr existiert als gelebt. Aber ich glaube so eine Zeit hat jeder einmal. Und besser sie ist vorbei, als das sie noch kommt. Heute bin ich glücklich. Ich weiß auf wen ich mich verlassen kann und auf wen nicht, ich hab viel dazugelernt und weiß, was ich am Leben habe. Nicht nur existieren sondern leben lautet die Devise, ich will, dass ich später sagen kann, jap. mein Leben war lebenswert und ja, momentan ist es das einfach. Es gibt so viele schöne Momente, so viele Momente, die ich gerne in ein Marmeladenglas packen und festhalten würde. Und doch weiß ich, das geht nicht. Doch nur weil ein wunderschöner Moment vorbei ist, heißt das nicht, dass das Leben jetzt doof wird. Es kommt ein neues, unvergessliches Erlebnis. Ich glaube manchmal muss man einfach nur leben, anstatt zu viel nachzudenken.